Gedichte zur Goldenen Hochzeit

//Gedichte zur Goldenen Hochzeit
Gedichte zur Goldenen Hochzeit 2018-10-27T17:39:59+00:00

Gedichte und Verse zur Goldenen Hochzeit

Fünfzig Jahre ist es her,
dass sich die Beiden fanden,
manchmal war’s leicht, dann wieder schwer,
seit sich zum Paar sich banden.
Doch immer noch ist es die Lieb,
die ihren Tag erfreut,
wohin das Leben sie auch trieb,
sie haben’s nicht bereut.

Es ist so eine lange Zeit,
und ob’s grad gestern war,
die Sorgen und die Heiterkeit
schmiedeten’s Ehepaar.
Was Gott verband für immerdar,
das soll der Mensch nicht trennen,
auch wenn’s manchmal nicht einfach war,
das Glück anzuerkennen.
Gold ist ein ewiges Metall,
und ewig sei die Liebe,
Dass immerdar und überall
sie uns erhalten bliebe.

Graues Haar und goldenes Herz
flechten jenes Band,
stark durch Treue, froh durch Scherz,
gemeinsam Hand in Hand.
Fünfzig Jahre wie ein Tag
vergangen wie im Flug,
Die Liebe ist’s, die das vermag,
die uns durchs Leben trug.

Als wär’s gestern geschehen,
dort vor dem Traualtar,
ich seh‘ mich noch dort stehen,
mit Schleierkraut im Haar.
So jung und ohne Falten,
schenkte ich dir mein Herz,
bis heut‘ hast du’s behalten,
trotz Sorgen, manchem Schmerz.
Als ob’s gestern geschehen,
der Glocken hell Geläut,
ich will es dir gestehen,
niemals hab‘ ich’s bereut.

Wenn ich dich vor mir sehe,
mit Falten im Gesicht,
zu gerne ich gestehe,
die Falten seh‘ ich nicht.
Ich seh‘ das junge Mädchen,
in das ich mich verliebt,
das Schönste aus dem Städtchen,
immer hab ich’s geliebt.
Wie stolz war ich gewesen,
und wusste ganz genau
dies wunderbare Wesen,
ist meines Lebens Frau.

Hochzeitsglocken sollen klingen,
wie sie es einst taten,
frohe Lieder woll’n wir singen,
vertilgen Steak und Braten.
Volle Gläser sollen klingen,
die kriegen wir schon leer,
es wird gleich jemand Nachschub bringen,
der Goldhochzeit zur Ehr‘.

Es ist mehr als tausendundeine Nacht,
die die Zwei zusammen verbracht,
achtzehntausendzweihundertundfünfzig Nächte,
ein goldiges Paar, das das fertig brächte,
ohne sich zu zerstreiten,
dem andren die Hölle zu bereiten,
sich immer gut zu verstehen,
gemeinsam durch’s Leben zu gehen.
Es ist mehr als tausendundeine Nacht,
eine jede hat die Liebe bewacht.

Fünfzig ist ne runde Zahl,
leicht zu merken und zu schreiben,
etwas schwerer ist die Wahl,
fünfzig Jahre zusammen zu bleiben.
Trotz Krise einst im siebten Jahr
und manchen Diskussionen,
zeigt heute sich ganz wunderbar,
die Ehe kann sich lohnen.


Eine Goldene Hochzeit ist ein besonders Ereignis, nicht nur für das Ehepaar, was 50 Jahre die gemeinsame Ehe bestritten hat. Auch für Freunde und Familie ist das ein Festtag sondergleichen. Die Freunde sind mit dabei, die Kinder und die Enkel. Und was kann für diesen Anlass besser geeignet sein als ein Gedicht? Ein Gedicht zur Würdigung des Paares und der Zeit, die sie miteinander verbringen konnten und durften.

Was ist ein Gedicht genau?

Ein Gedicht hat wohl jeder schon einmal gelesen und in der Schule interpretieren müssen. Doch was genau ist es? Ein Gedicht ist ein lyrisches Werk, was sich durch strenge Form und Rhythmus auszeichnet. Doch es muss nicht sein, dass ein Gedicht nur in Reimen und Versen gedichtet ist, denn es gibt auch eine spezielle Prosaform, die allein eine gleichmäßige und rhythmische Sprache nutzt, um sich auszudrücken und Informationen zu transportieren.

Die Form

Die Form ist bei einem Gedicht meistens streng und durchgehend, aber besonders das Reimschema kann sich von Strophe zu Strophe ändern. Empfehlenswert ist aber – besonders bei Anfängern – ein durchgängiges Schema. Ratsam ist ein einfacher Paarreim der Form 1/1/2/2 und so weiter. Damit wächst die Stärke der reimenden Worte und sie sind kraftvoller als bei einem Kreuzreim 1/2/1/2 oder einem umarmenden Reim 1/2/2/1.

Das Metrum

Ein Metrum ist ein besonders wichtiges Element eines Gedichtes. Hier wird über den Rhythmus und die Wirkung als solches Entschieden. Es gibt auch Gedichte, die frei von festen Metren sind, doch versucht man sich an seinem ersten Gedicht, ist es ratsam, sich an das Schema der Metren zu halten, die seit Jahrhunderten genutzt werden, um einen streng gegliederten Text wie ein Gedicht den nötigen Fluss zu verleihen.

Die gängigsten beiden Metren in der deutschen Dichtung sind das Jambus und der Trochäus.

Der Jambus zeichnet sich durch eine betonte Silbe nach einer unbetonten Silbe aus.

„Hab‘ ich noch eine Chance?“ ist ein Jambus.

Der Trochäus ist das genaue Gegenteil. Bei ihm folgt auf jede betonte Silbe eine unbetonte Silbe.

„Ich bin hier und bleibe hier.“ ist ein Trochäus.

Beide Formen – richtig angewandt – geben dem Text einen Fluss und Regelmäßigkeit, die auch ein Herzschlag haben kann.

Themen für das Gedicht

Eine Goldene Hochzeit ist eine wundervolle Sache und bietet eine Fülle an Themen, die man in seinem Gedicht verarbeiten kann. so zum Beispiel 50 Dinge, die wunderbar an der Ehe sind oder die wunderbar an den Menschen sind, die diese Ehe führen. Auch kann man eine Strophe für jedes Jahr der Ehe dichten. Man kann auf die zurückliegenden Jahre eingehen, was voraussetzt, dass man ich mit dem Paar und den Lebensumständen dieser Menschen entweder vertraut gemacht hat oder schon immer vertraut mit ihnen war. Je näher man dem Paar steht, desto mehr Themen stehen einem zur Auswahl.

Es steht einem frei, neben Lob auch kleine Witze und Humor in das Gedicht einfließen zu lassen, sofern man diese wünscht und das Paar nichts dagegen einzuwenden hat. Auch hierbei sollte man dem Paar emotional nahe stehen, da ein Witz ansonsten unangebracht wirken könnte.

Auf jeden Fall sollte ein solches Gedicht zur Goldenen Hochzeit optimistisch klingen und gedichtet sein, um auf die Liebe und die Hoffnung auf noch einige Jahre hinzuweisen und dem Paar Kraft zu geben, das Leben auch weiterhin gemeinsam zu bestreiten und zu meistern.

Inspiration

Viele Dichter haben in den letzten Jahrhunderten viele Gedichte geschrieben und diese können als Inspiration dienen, wenn man selbst nicht weiß, wo man anfangen soll oder wie man viele Informationen in einen so dichten (daher Dichtung) Text verpacken soll. Man sollte sich nicht scheuen, viele Gedichte zu lesen und zu analysieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie man ein solch lyrisches Werk aufbaut und formt.

Die Sprache

Es muss darauf geachtet werden, eine Sprache zu nutzen, die nicht zu aufgesetzt und zu sehr aus der Zeit gefallen wirkt. Man muss nicht wie Goethe klingen, um mit seinen Gedichten die Herzen anderer Menschen zu berühren. Eine Alltagssprache kann sehr lustig und innovativ sein, wenn man sie richtig einsetzt und die Reime ausgefallen und kreativ sind. Damit kann man auch zu einer Goldenen Hochzeit die Menschen bereichern und dem Paar ein wunderbares lyrisches Geschenk machen.

5 (100%) 1 vote